Bus frei in der Eisenbahnstraße

Im Sommer richtet die Stadt Münster eine eigene Busspur vom Ludgeriplatz bis zum Landeshaus ein. Busse sind dann mit Ausnahme des Ludgerikreisels von der Weseler Straße bis zur Fürstenbergstraße auf eigenen Wegen unterwegs. Dadurch verkürzen sich die Fahrzeiten und der Fahrplan wird verlässlicher.

Auch der Busverkehr ist Teil der drei Verkehrsversuche, die vom 1. August bis zum 24. September in Münster stattfinden. Konzepte und Ideen werden dabei auf Zeit in der Praxis ausprobiert.

Was wäre also, wenn der Bus eine eigene Spur bekäme? Darum geht es im Sommer zwischen Ludgeriplatz und Landeshaus. Während des Testzeitraums wird genau beobachtet: Wie verändert sich der Verkehr? Kann der Fahrplan tatsächlich besser eingehalten werden? Gibt es Staus an anderen Stellen? Wird der Verkehr sicherer?

Wie bei allen Verkehrsversuchen ist auch hier die Einschätzung der Münsteranerinnen und Münsteraner, die die Strecke nutzen, enorm wichtig: Was denken die Menschen, die den Bus nutzen, über das Projekt? Welche Erfahrungen machen die Menschen, die nicht im Bus sitzen, sondern zum Beispiel Auto oder Rad fahren bzw. zu Fuß gehen? Im Anschluss wertet die Stadt die Ergebnisse aus. Sollten diese positiv sein, dann könnte aus aus einem temporären Probelauf eine dauerhafte Lösung werden.

Weil die freie Fahrt für Busse als Test ausgelegt ist, sind zunächst einmal nur kleine Veränderungen nötig. Durch entsprechende Fahrbahnmarkierungen werden die bereits vorhandenen Busspuren um ungefähr die gleiche Strecke verlängert. So entsteht eine fast durchgehende Spur für den öffentlichen Nahverkehr.

Die Stärkung des Nahverkehrsnetzes am zentralen Knotenpunkt Hauptbahnhof verbessert das Angebot und leistet so einen Beitrag für eine autoärmere Innenstadt.

Die Busspur auf Probe ist auch Teil des Busbeschleunigungsprogramms der Stadt Münster. Damit dieses Wirkung zeigen kann, möchte die Stadt Münster den ÖPNV zunächst auf wichtigen Straßen ins Zentrum stärken – denn diese werden verstärkt von Pendlerinnen und Pendlern genutzt.. So soll in Zukunft beispielsweise auf der Weseler Straße der öffentliche Nahverkehr bevorzugt werden – durch den Ausbau von eigenen Spuren und veränderte Ampelschaltungen. Der Bus punktet damit als staufreie Alternative zum Auto.

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