Wolbecker Straße – erst beteiligen, dann planen

Die Neugestaltung der Wolbecker Straße soll nicht nur die Mobilität verbessern. Sie soll auch von möglichst vielen Menschen gut angenommen werden. Deshalb setzt die Stadt Münster auf ein Dialogverfahren, das vor dem Umbau Wünsche und Ideen sammelt.

skizzierte fiktive Ideensammlung. Das Bild wurde von der Stadt Münster zur Verfügung gestellt.
Foto: Stadt Münster

Zu schmale Fußwege oder kein Platz für den Lieferverkehr: Im Stadtverkehr gibt es immer wieder Fehlplanungen, die für Unmut sorgen. Dazu muss es aber nicht kommen – wenn die Bedürfnisse möglichst vieler zuvor gehört und in die Planungen miteinbezogen werden. Daher setzt die Stadt Münster auf eine Bürger-Beteiligung, wie aktuell bei der Neugestaltung der Wolbecker Straße.

Gruppe junger Menschen sitzen an einem Tisch und diskutieren offensichtlich über ihre Interessen.
Foto: Stadt Münster

Das Ziel ist, die Wolbecker Straße zwischen Servatiiplatz und Hansaring neu zu denken. Aber wie kann das aussehen? In einem moderierten Dialogverfahren sollen von Mai bis Oktober 2021 die unterschiedlichen Interessen der Menschen erfasst werden, die hier wohnen, arbeiten und den dichten Verkehrsraum nutzen. Zum Beispiel als Schul- oder Radweg, zum Einkaufen oder Ausgehen.

junge Frau steht vor einem Plakat mit das die Interessen und Ideen der Teilnehmer an der Bürgerbeteiligung zeigt.
Foto: Stadt Münster

Das Büro, das mit der Umsetzung des Dialogverfahrens beauftragt wird, wird nicht nur Befragungen durchführen, sondern mit den Menschen vor Ort gemeinsame Ideen entwickeln. Als Ergebnis entsteht dann ein Bericht mit Aussagen, Vorstellungen und Skizzen. Er soll als Grundlage für die spätere Entwurfsplanung dienen – und die Chancen erhöhen, dass die Neugestaltung von vielen Menschen angenommen wird. Läuft das gut, soll es weitere Beteiligungen dieser Art im Vorfeld von Neu- und Umgestaltungen in Münster geben.

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