Neue Parkgebühren für Münsters Innenstadt

Foto: Stadt Münster/Lyra

Verfügbarer Parkraum ist ein knappes Gut – insbesondere in der Innenstadt. Die Stadt Münster hat jetzt die Parkgebühren angepasst. Denn die Ansprüche an den öffentlichen Raum sind vielfältig und eine gerechte Verteilung ist wichtig. Angemessene Preise führen zum Ziel.

Das Integrierte Parkraumkonzept empfiehlt daher eine Anpassung der Gebühren. Außerdem soll das Parken auf der Straße teurer sein, als das Parken im Parkhaus. Ab Januar 2026 kostet das Parken in Parkzone I – das ist die Innenstadt – in der ersten Stunde 3,50 Euro. Danach werden für jede weitere halbe Stunde 1,50 Euro fällig. Dies hat der Rat der Stadt Münster im Dezember 2025 beschlossen.

Gleichzeitig erweitert die Stadt die Parkzone I. Zusätzlich zum Promenadenring gehört nun auch das Bahnhofsumfeld dazu. Die Anpassung soll den Parksuchverkehr in den an die Innenstadt angrenzenden Quartieren verringern.

Preiswerter Parken im Parkhaus

Auch für die innerstädtischen Parkhäuser wurden die Preise erhöht. Dort kostet das Parken in der ersten Stunde 3 Euro und in jeder weiteren Stunde 2,50 Euro. In den Parkhäusern gibt es rund 4.000 Stellplätze.

Weniger parkende Autos – mehr Aufenthaltsqualität

Wenn von steigenden Preisen die Rede ist, fällt der Zuspruch im Allgemeinen eher gering aus. Teurerer Parkraum hat jedoch auch zahlreiche positive Effekte. Wenn sich mehr Menschen dafür entscheiden, die Parkhäuser, den öffentlichen Verkehr oder die existierenden P&R-Angebote zu nutzen, nimmt der Parksuchverkehr ab. Das allgemeine Verkehrsaufkommen reduziert sich. Dies schafft Raum für andere Nutzungen und erhöht die Aufenthaltsqualität. Die Innenstadt wird attraktiver.

In Münster kann an Samstagen kann beispielsweise das Parkhaus am Coesfelder Kreuz für nur 5 Euro am Tag genutzt werden. Das Busticket für bis zu 5 Personen ist im Preis bereits inbegriffen.

Neben den Tarifen für das Parken von Pkw, ändern sich auch die Tarife für städtisch ausgewiesene Wohnmobilstellplätze. Dort liegt die Tagesgebühr zukünftig bei 18 Euro.

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