Platz für Leben in der Hörsterstraße

Nebeneinander auf der Straße flanieren, auf dem Parkplatz Bült einen Kaffee genießen und mit dem Fahrrad den kürzesten Weg zwischen Promenade und Prinzipalmarkt fahren: Diese Idee wird in den Sommermonaten Realität. Denn dann fahren an der Hörsterstraße keine Busse und Autos.

Der Startschuss fiel bereits im Mai – mit der Umgestaltung des Parkplatzes Bült. Damit sich die bisher wenig einladende Fläche anders nutzen lässt, fallen hier bereits temporär Parkplätze weg. Das Ergebnis: Es entsteht ein attraktiver Stadtraum mit neuen (Frei-)flächen. Pflanzen und Sitzgelegenheiten schaffen Aufenthaltsqualität, Podeste können kreativ bespielt werden. Auch alternative Mobilitätsangebote wie E-Scooter und weitere Fahrradbügel bekommen ihren Platz.

Ab August geht es in die zweite Phase des Reallabors. Von da an – bis zum 24. September – fahren in der Hörsterstraße keine Busse und keine Autos mehr. Parkplätze am Straßenrand werden für die Dauer des Verkehrsversuchs verlagert. So entstehen weitere Freiflächen. Der Straßenzug verwandelt sich vorübergehend von einer Verkehrsfläche in einen grünen Stadt- und Erlebnisraum. Wer einfach nur verweilen möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Außerdem lädt mehr Außengastronomie zum Entspannen und Genießen ein.

Bei der Neugestaltung sind die kreativen Ideen der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Dafür ist die Stadt Münster im Gespräch mit den Anliegenden – vor dem Verkehrsversuch, währenddessen sowie im Anschluss.

Denn ein solches Experiment geht nur gemeinsam.

Der autofreie Parkplatz am Bült und das Reallabor Hörsterstraße sind ein erster Beitrag dazu, die Innenstadt von morgen zu gestalten. Dabei geht es auch darum, sich als Stadt, mit den Bürgerinnen und Bürgern, immer wieder die Frage zu stellen: Wie wollen wir in Münster leben? Was ist uns wichtig? Und wie lässt sich das realisieren?

Icon mit einem Bus

Die Verkehrsversuche bringen temporär ein paar Veränderungen mit sich. Aber der Bereich Kanalstraße sowie die Haltestelle Altstadt/Bült bleibt während des gesamten Versuchszeitraums mit den Shuttlebussen der Linie 68 erreichbar.

  • Foto: Ralf Emmerich

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