Innovation beim Straßenbelag

Weniger Dämpfe, Geruch und Energieverbrauch. Warmasphalt kann für den Straßenbau eine Lösung sein, die Gesundheit und Umwelt schont. In Nienberge gibt es daher Pilotstrecken, um mit dieser interessanten Alternative zu experimentieren.

BIld zeigt eine Straßenteermaschine

Wenn eine Straße asphaltiert wird, kann das nicht nur ganz schön unangenehm riechen. Die Dämpfe, die beim Einbau von Asphalt frei werden, gelten als Gefahrstoffe für die Gesundheit. Zukünftig ist für sie ein strenger Grenzwert festgelegt. Das Amt für Mobilität und Tiefbau der Stadt Münster arbeitet jetzt schon an einer Lösung. Zusammen mit dem Projektpartner Eurovia und der Fachhochschule Münster experimentieren Ingenieure und Wissenschaftler mit sogenanntem Warmasphalt.

Straßenbauarbeiter fegt den Teer

Normaler Asphalt muss bei 160 Grad verarbeitet werden, Warmasphalt benötigt nur 130 Grad. Bei niedrigeren Temperaturen setzt der Asphalt weniger Dämpfe frei – und es riecht weniger. Gleichzeitig sinken Energieverbrauch und CO2-Ausstoß bei der Asphaltherstellung. Natürlich muss sich der Warmasphalt genauso gut verarbeiten und nutzen lassen wie normaler Asphalt. Dafür braucht er bestimmte Zusätze.

Straßenbauer steigen in ein Fahrzeug

In Nienberge haben die Straßenbauer 2020 auf Teststrecken sowohl Warmasphalt als auch zum Vergleich normalen Asphalt verbaut. Ingenieure und Wissenschaftler untersuchen nun die Verarbeitung und Haltbarkeit der beiden Straßenbeläge. Und das im bundesweiten Fokus. Denn so konsequent hat in Deutschland noch niemand Warmasphalt als zukunftsfähige Lösung für die Straße getestet.

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