Fahrradparkhaus im Finale

Individuell, ökologisch, niedrigschwellig und bestens aufgestellt für die Zukunft: Der „Münster Mobility Hub“ hat es in die zweite Runde des Landeswettbewerbs „Mobil.NRW“ geschafft. Das Parkhaus Bremer Platz soll zu einer modernen Mobilstation umgebaut werden – mit Platz für rund 3.000 Fahrräder. Die besten Ideen erhalten Fördergelder vom Land, um die zukunftsweisenden Projekte umzusetzen.

Foto: Stadt Münster

Münster plant einen weiteren Baustein im Rahmen der Mobilitätswende: Wer mit dem Rad unterwegs ist, soll in Zukunft den Hauptbahnhof leichter erreichen und sein Rad dort sicher parken können. Das ist die Kernidee des Projekts „Münster Mobility Hub“, mit dem sich die Stadt beim Landeswettbewerb Mobil.NRW – Mobilität in lebenswerten Städten“ beworben hat.

Als eines von zehn Projekten aus ganz Nordrhein-Westfalen hat der „Mobility Hub“ nun die zweite Stufe erreicht und darf auf Fördergelder für eine Umsetzung im kommenden Jahr hoffen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir durch den Landeswettbewerb die Chance bekommen, ein solch zukunftsweisendes Projekt für Münster weiterentwickeln zu können“, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff. „Insbesondere der Radverkehr wird hiervon profitieren.“

Das Herzstück des „Mobility Hub“ ist ein Fahrradparkhaus, das auf zwei bis drei Etagen sichere Abstellplätze für etwa 3.000 Räder bietet. Dazu verwandelt Münster das Parkhaus Bremer Platz in eine moderne Mobilstation mit verschiedenen Mobilitätsangeboten.

„Ganz nach dem Vorbild niederländischer Fahrradparkhäuser sollen die Ebenen getrennt vom Autoverkehr entweder über Rampen oder Großraumaufzüge zu erreichen sein“, erklärt Max Stewen, Projektleiter im städtischen Fahrradbüro.

Foto: Amt für Kommunikation, Stadt Münster

Der Hauptbahnhof wird so mehr und mehr zum zentralen Knotenpunkt des lokalen und regionalen Mobilitätssystems in Münster. Durch die Anbindung an die Veloroute Münster-Everswinkel lässt sich die Innenstadt besser erreichen, außerdem wird es attraktiver, zwischen unterschiedlichen Verkehrsarten zu wechseln und zum Beispiel Bike-Sharing oder das Quartiersparken zu nutzen.

Um noch mehr Menschen für das Radfahren zu begeistern, soll das Parkhaus – wie auch die Radstation „Hansator – für 24 Stunden kostenlos sein. Ebenfalls ein Gewinn: Je mehr Räder im Parkhaus stehen, umso mehr freien Platz gibt es rund um den Hauptbahnhof.

Im Februar 2022 fällt die finale Entscheidung im Wettbewerb. Die besten Ideen fördert das Land mit rund 100 Millionen Euro. Bis 2026 sollen die Modellvorhaben abgeschlossen sein. Läuft es für Münster auch im Finale gut, steht dann am Bahnhof ein innovatives Parkhaus – mit einem öffentlichen Dachgarten.

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