Kopfsteinpflaster prägt Münsters Straßenbild. Aber es ist oft uneben und man kann leicht stolpern. Die Stadt testet deshalb ein neues Verfahren: das sogenannte „Grinding“.

Wie funktioniert das?
Spezielle Schleifwalzen mit Diamanten glätten die Steine. Die Stadt testete das Verfahren auf rund 125 Metern in der Leerer Straße und einem Teil der Dortmunder Straße. Dort war das Pflaster sanierungsbedürftig.
Die Vorteile:
- Weniger Stolperkanten. Mehr Sicherheit.
- Angenehmeres Fahren, zum Beispiel mit dem Rad.
- Weniger Lärm und Erschütterungen durch Autos.
- Die Oberfläche bleibt leicht rau, sodass auch bei Nässe das Pflaster guten Halt bietet.
- Der historische Charakter des Stadtbildes bleibt erhalten.
- Das Schleifen kostet etwa 95.000 Euro. Eine komplette Erneuerung hätte rund 140.000 Euro gekostet. Die Bauzeit ist zu herkömmlichen Verfahren auch deutlich kürzer.

Wie geht es weiter?
Die Stadt wertet das Pilotprojekt über die nächsten Monate aus und prüft, wie gut es technisch funktioniert und sich im Alltag bewährt. Bei erfolgreichem Verlauf könnte das Verfahren auf weitere Straßenabschnitte in Münster ausgeweitet werden, etwa in Teilbereichen der Salzstraße.