Freie Fahrt am Neubrückentor

Jeder in Münster kennt sie: Die Promenade ist die bekannteste und beliebteste Fahrradstrecke in Münster. Sie ist zudem der Verteiler für die neuen Velorouten, die Münster, seine Stadtteile und die Nachbargemeinden verbinden. Am Neubrückentor wurde daher über den Sommer erstmals eine Vorfahrt für die Promenade getestet. Der Versuch ist planmäßig beendet worden, in den Herbstferien erfolgt der Rückbau.

Mehr als 20.000 Menschen radeln an Spitzentagen über die Promenade. Im Herzen Münsters führen viele Weg mit dem Fahrrad über den grünen Innenstadtring. Unterbrochen werden die einzelnen Abschnitte von den Straßen ins Zentrum. Kreuzungsfrei ist die 4,5 Kilometer Runde nur am Mauritztor. An zehn weiteren Übergängen haben die Menschen Vorfahrt, die auf der die Promenade kreuzenden Straße fahren. Für den Fußverkehr gibt es in der Regel Zebrastreifen.

Im Alltag verständigen sich die Menschen untereinander, um abzustimmen, wer wann die Kreuzung quert. Das funktioniert in einem wuseligen Miteinander – typisch Münster! Dennoch lassen sich die Abläufe an vielen Stellen verbessern.

Was wäre, wenn alle, die auf der Promenade unterwegs sind, Vorfahrt hätten? Würde dann der Verkehr flüssiger fließen? Würde die neue Vorfahrt von den übrigen Verkehrsteilnehmern beachtet und akzeptiert? Würden sich im Kreuzungsbereich alle sicher fühlen?

Um diese Fragen zu beantworten, wurde die Bevorrechtigung der Promenade an der Kreuzung Neubrückentor/Hörsterstraße auf Zeit ausprobiert. Möglich wurde dieser Verkehrsversuch, weil temporär in der Hörsterstraße während des Testzeitraumes keine Busse fuhren

Wie geplant endete der Verkehrsversuch Ende September.

Und wie ist das Experiment bei den Münsteranerinnen und Münsteranerinnen angekommen? Um das herauszufinden, gab es bis bis Mitte Oktober eine Online-Umfrage.

Denn die Stadt möchte bewerten können, ob und wie sich die Ergebnisse auf andere Promenadenkreuzungen übertragen lassen.

  • Foto: Ralf Emmerich

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