Q & A Nahverkehrsplan

Die Stadt Münster erarbeitet bis 2028 einen neuen Nahverkehrsplan. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

1. Was ist ein Nahverkehrsplan?

Ein Nahverkehrsplan legt alles rund um den städtischen Nahverkehr fest: z.B., wo die Buslinien fahren und wie oft sie unterwegs sind, wo Haltestellen sein sollen und wie diese ausgestattet sind. In regelmäßigen Abständen muss die Stadt Münster einen neuen Nahverkehrsplan erstellen. So kann dieser immer wieder an die Bedürfnisse der Menschen in Münster angepasst werden.

Oftmals spricht man bei einem neuen Nahverkehrsplan von einer „Fortschreibung“. Das bedeutet, dass der alte Plan aktualisiert und nur an einzelnen Stellen angepasst wird.

In Münster wird der 4. Nahverkehrsplan grundlegende Veränderungen des gesamten Bussystems mit sich bringen. Dafür braucht es umfangreiche Planungen, um am Ende zuverlässige und schnelle Verbindungen sicherzustellen. Durch den Ausbau nachhaltiger Mobilität setzt Münster zugleich wichtige Impulse für den Klimaschutz.

2. Welche Ziele verfolgt der neue Nahverkehrsplan?

In Münster ist ein zentraler Baustein des Nahverkehrsplans die Neuordnung des Busnetzes. Durch eine Hierarchisierung der Buslinien soll das Busfahren schneller und einfacher werden. Auf sogenannten Hochleistungsachsen fahren die Busse, wo immer möglich, auf eigenen Busspuren. So kommen sie möglichst schnell und direkt ins Stadtzentrum. Die Ergänzungslinien verbinden die einzelnen Stadtteile untereinander. Weitere Feinerschließungslinien sorgen schließlich für eine gute Erreichbarkeit in den Stadtteilen selbst.


Damit Münster mit dem Umland besser verbunden ist, muss das Umsteigen von Bus auf Bahn – und umgekehrt – leichter werden. Die Anbindung an die bereits bestehenden Bahnhaltepunkte ist daher ein zentrales Thema des Nahverkehrsplans.

Heute fahren viele Busse über den Hauptbahnhof. Manchmal ist das praktisch, oft macht es einzelne Verbindungen aber auch unnötig lang. In Zukunft sollen mehrere zentrale Umstiegspunkte den Hauptbahnhof entlasten und die Verbindungen insgesamt beschleunigen.

3. Wer erarbeitet den Nahverkehrsplan?

Die Erarbeitung des Nahverkehrsplans übernimmt die Abteilung für Mobilitätsplanung der Stadt Münster.

Dabei wird sie von drei verschiedenen externen Büros unterstützt: dem Planungsbüro plan:mobil aus Kassel, dem Kommunikationsbüro DialogWerke aus Hamburg und dem Verkehrsingenieursbüro WVI aus Braunschweig unterstützt. Auch die Stadtwerke Münster sowie weitere Busunternehmen sind an dem Prozess beteiligt. Sie werden schließlich die Busfahrpläne an den neuen Nahverkehrsplan anpassen.

4. Wie können sich Bürgerinnen und Bürger am Erarbeitungsprozess des Nahverkehrsplans beteiligen?

Insgesamt sind drei Beteiligungsphasen geplant. Die erste Online-Beteiligung wurde im Mai 2026 erfolgreich abgeschlossen. Dank der großen Beteiligung sind mehr als 4.000 Rückmeldungen zum individuellen Mobilitätsverhalten sowie zu den Stärken und Schwächen des bestehenden Liniennetzes zusammen gekommen.

Die zweite Beteiligungsphase findet im November 2026 statt. Neben einer weiteren Online-Beteiligung ist auch eine Präsenzveranstaltung geplant.

In der dritten Beteiligungsphase finden Präsenzveranstaltungen in den einzelnen Stadtteilen statt. So können die jeweiligen ortsspezifischen Anforderungen und Anliegen gemeinsam erörtert werden.

5. Ab wann tritt der neue Nahverkehrsplan in Kraft?

Der vierte Nahverkehrsplan wird in den nächsten zwei Jahren erarbeitet. Ab Frühjahr 2028 tritt er in Kraft.

Bis dahin bleibt der dritte Nahverkehrsplan gültig. Er ist die Grundlage für alle Maßnahmen, die bis zum Start des neuen Plans umgesetzt werden.

Mit dem neuen Nahverkehrsplan wird sich der Nahverkehr in Münster an vielen Stellen verändern. Dafür sind auch Umbauten auf den Straßen nötig. Solche Arbeiten kosten viel Geld und brauchen leider Zeit.

Trotzdem sind diese Veränderungen wichtig. Sie helfen dabei, den Nahverkehr zu verbessern und die Mobilität in Münster für die Zukunft zu gestalten.

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