Umbau gegen den Rückstau

An den Bahnübergängen in Sudmühle und Mariendorf bilden sich häufig lange Warteschlangen. Grund ist die hohe Auslastung der Bahnstrecke. Um Rückstaus von Zügen zu vermeiden, plant die Deutsche Bahn weitreichende Umbaumaßnahmen. Für den Stadtteil Handorf bedeutet dies eine weitere Großbaustelle.

Foto: DB Netz AG

Wer die Strecke regelmäßig fährt, kennt das Bild. Vor den geschlossen Schranken an den beiden Bahnübergängen in Sudmühle und Mariendorf warten Autos Stoßstange an Stoßstange. Oft reicht der Staus bis über die nächste Kreuzung. Auch Radfahrer und Fußgänger müssen warten. Dies möchte die Deutsche Bahn in den kommenden Jahren durch einen Umbau im Schienennetz ändern. Die Abstellflächen für Güterzüge werden verlängert, damit Personenzüge überholen können.

Ein solches Projekt verbessert auf lange Sicht die Situation für Viele. Für den Stadtteil Handorf bedeutet dies aber auch eine weitere Großbaustelle nach dem Neubau der B 481n und dem Ausbau DEK.

Das Projekt ist Teil des bundesweiten Programms „740 Meter-Netz“ zur Beschleunigung des Schienengüterverkehrs. Mit dem Programm sollen Wartezeiten und Rückstaus vermieden, Lärmbeeinträchtigungen verringert und Gefahrenstellen beseitigt werden.

Visualisierung: Vössing Ingenieurgesellschaft mbH

Für den Ersatz der beiden Bahnübergänge hat die Deutsche Bahn verschiedene Varianten für ein bzw. zwei neue Kreuzungsbauwerke untersucht und vorgestellt.

Die von der Stadt Münster bevorzugte Variante sieht eine Straßenunterführung im Zuge der verlegten Sudmühlenstraße und eine zweite Personenunterführung für den Fuß- und Radverkehr Mariendorf vor. Diese Variante ist allerdings erheblich teurer.

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