Im Versuch zu neuen Lösungen

Ob sich eine Idee bewährt, zeigt die Praxis. Deshalb probiert Münster vom 2. August bis 24. September mit drei Verkehrsversuchen aus, wie sich Mobilität anders gestalten lässt. Die Maßnahmen sind so vielfältig wie die Mobilität in unserer Stadt. Aufenthaltsqualität, Busbeschleunigung und Vorfahrt für Radfahrende heißen die Stichworte. Und es gibt eine Gemeinsamkeit: Die Meinung der Nutzenden ist gefragt.

Wer in diesen Sommerwochen in Münster unterwegs ist, wird an vielen Orten auf die drei aktuelle Verkehrsversuche am Neubrückentor, in der Hörsterstraße sowie in der Eisenbahnstraße aufmerksam gemacht. Die Stadt lädt alle Münsteranerinnen und Münsteraner über regionale Medien sowie mit Plakaten und Flyern dazu ein, bei den drei temporären Testläufen mitzumachen und ganz eigene Antworten auf die Frage „Was wäre, wenn…“ zu finden.

Alle, die die Verkehrsversuche ausprobiert haben, können schon bald ihre Meinung dazu äußern und so die Zukunft der Mobilität in Münster mitgestalten.

Und so sehen die drei Verkehrsversuche aus:

An der Hörsterstraße fahren acht Wochen lang keine Busse und Autos. So erhalten die Menschen in Münster ein Stück Stadtraum zurück. Der Startschuss für die temporäre Umgestaltung des Parkplatzes Bült fiel bereits im Mai. Dort entfallen seitdem die Parkplätze, um eine ganz neue Aufenthaltsqualität möglich zu machen – und die Schnittstelle von Martiniviertel und Innenstadt zu einem lebendigen Ort zu entwickeln.

Für die gesamte Hörsterstraße eröffnen sich dann ab August neue Möglichkeiten. Frei von Bussen und durchfahrenden Autos können alle interessierten Münsteranerinnen und Münsteraner auf der Straße gemeinsam mit den Anliegenden neue Ideen ausprobieren.

Auch zwischen Ludgeriplatz und Landeshaus können alle, die Freude am Experimentieren haben, etwas Neues testen: Denn hier erhält der Busverkehr eine eigene Spur.

Der Verkehrsversuch ist Teil der Kampagne, mit der die Stadt den öffentlichen Verkehr in Münster komfortabler gestalten will. Ziel ist, mit schnellen und attraktiven Busverbindungen den Nahverkehr zunehmend zur sinnvollen Alternative zum eigenen Auto zu entwickeln.

Ebenfalls experimentiert wird an Münsters Promenade. Die ist wie gemacht dafür, kräftig in die Pedale zu treten und ordentlich Fahrt aufzunehmen. Was wäre, wenn Radfahrende die Bremsen seltener betätigen müssten und es eine eingebaute Vorfahrt für Leezen gäbe? An der Kreuzung Neubrückentor lässt sich das temporär ausprobieren. Hier heißt es im August und September: Wer auf der Promenade radelt, fährt zuerst! Weil durch den Verkehrsversuch in der Hörster Straße in diesem Bereich keine Busse fahren, gibt es auch keine Konkurrenz zwischen Individual- und öffentlichem Verkehr.

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