Die Neugestaltung der Wolbecker Straße soll nicht nur die Mobilität verbessern. Sie soll auch von möglichst vielen Menschen gut angenommen werden. Als Einstieg in den Planungsprozess wählte die Stadt Münster ein moderiertes Dialogverfahren, das vor dem Umbau Wünsche und Ideen mit denjenigen bespricht, die den Stadtraum regelmäßig nutzen.

Zu schmale Fußwege oder kein Platz für den Lieferverkehr: Im Stadtverkehr gibt es immer wieder Fehlplanungen, die für Unmut sorgen. Dazu muss es aber nicht kommen – wenn die Bedürfnisse möglichst vieler zuvor gehört und in die Planungen miteinbezogen werden. Daher setzt die Stadt Münster auf Bürger-Beteiligung. Das Dialogverfahren Wolbecker Straße bezieht die Menschen vor Ort von Beginn an mit ein..

Das Ziel ist, die Wolbecker Straße zwischen Servatiiplatz und Hansaring neu zu denken. Aber wie kann das aussehen? In einem moderierten Verfahren wurden von Mitte 2021 bis Mitte 2022 die unterschiedlichen Interessen der Menschen erfasst werden, die hier wohnen, arbeiten und den dichten Verkehrsraum nutzen. Zum Beispiel als Schul- oder Radweg, zum Einkaufen oder Ausgehen.

Das Büro urban catalyst, das mit der Umsetzung des Dialogverfahrens beauftragt wurde, hat nicht nur Befragungen durchgeführt, sondern mit den Menschen vor Ort gemeinsame Ideen entwickelt. Als Ergebnis entstand ein Bericht mit Aussagen, Vorstellungen und Skizzen. Er soll als Grundlage für die spätere Entwurfsplanung dienen – und die Chancen erhöhen, dass die Neugestaltung von vielen Menschen angenommen wird.