Der bestehende Betriebsweg entlang des Dortmund-Ems-Kanals in Münster ist auf 22 Kilometern für den Rad- und Fußverkehr asphaltiert, verbreitert und beleuchtet worden. Ein Projekt, das überregional Aufmerksamkeit findet: 2023 wurde die Kanalpromenade als Siegerin der Kategorie „Infrastruktur“ mit dem Deutschen Fahrradpreis prämiert.

Für den Bau der Kanalpromenade wurden in den vergangenen Jahren 83.000 Quadratmeter Wege neu angelegt. 22 der insgesamt 27 Kilometer entlang des Kanals sind seitdem für Rad- und Fußverkehr ausgebaut: Durchgehend glatt asphaltiert, kreuzungsfrei und vier Meter breit bietet die Route einen hohen Komfort. Nur der innenstadtnahe Verlauf zwischen Schleuse und Umgehungsstraße muss noch warten, bis der Dortmund-Ems-Kanal auch dort verbreitert worden ist.
Die Kanalpromenade ist das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit. Das Projekt wurde in nur drei Jahren gemeinsam von Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) und der Stadt Münster umgesetzt.

Beim Lichtkonzept nutzt die Stadt Münster eine nachhaltige Technik: Die adaptive Beleuchtung schaltet sich bei Bewegung ein und sorgt dafür, dass die Strecke auch im Dunkeln gut befahrbar ist.
Dass die Kanalpromenade seit dem Ausbau von noch mehr Menschen genutzt wird, ist auch an den Zahlen der Radverkehrszählstellen ablesbar: Insgesamt hat der Radverkehr um 70 Prozent zugenommen, in den Dunkelmonaten wird die Route von 50 Prozent mehr Radfahrenden genutzt.

Die Kanalpromenade verbindet Münsters Innenstadt und die anliegenden Stadtteile, soll aber an den Stadtgrenzen nicht aufhören: Die angrenzenden Kreise Coesfeld und Steinfurt planen, den Weg am Kanal nach ähnlichen Standards auszubauen. So ergibt sich künftig eine starke Radverkehrsachse durch das Münsterland.
Auch die Velorouten treffen an mehreren Stellen auf die Kanalpromenade. So entsteht ein leistungsfähiges und schnelles Netz aus Radvorrangrouten, das alltagstauglich ist und gleichzeitig einen hohen Freizeitwert hat.