Eine gute Basis – erster Zwischenbericht zum Masterplan

Foto: PTV Group

Mit dem Masterplan Mobilität Münster 2035+ erarbeitet die Stadt Münster aktuell den Plan, der Münster bei der Umsetzung der Mobilitätswende begleitet. Der im Herbst 2021 veröffentlichte 1. Zwischenbericht beschreibt die Ausgangslage in Münster: Wie bewegen wir uns und welche Möglichkeiten gibt es bereits? Was ist gut, wo muss nachgebessert werden?

Die Lage: Münster ist überdurchschnittlich

Münster steht in Sachen Mobilität bereits ganz gut da – aber es gibt auch Handlungsbedarf, um den Verkehr in der Stadt zukunftsfähig zu gestalten. Wie zum Beispiel die Planungen für weitere Fahrradstraßen und neue Mobilstationen zeigen. So sieht es die Bestandsanalyse, die Verkehrsplaner für den ersten Zwischenbericht zum Masterplan Mobilität 2035+ zusammengestellt haben.

Demnach legen zwei Drittel der Menschen in Münster ihre Wege mit dem Umweltverbund zurück, also mit dem Fahrrad, zu Fuß oder im öffentlichen Nachverkehr (ÖPNV). Das sind auch im Vergleich zu anderen Großstädten in Deutschland überdurchschnittlich gute Werte.

Aber darauf möchte sich Münster nicht ausruhen. Deshalb erarbeitet die Stadt den Masterplan Mobilität 2035+, der für einen stadtverträglichen und klimagerechten Mobilitätswandel steht.

Das Gute stärken und neue Wege finden

Der erste Zwischenbericht ist die Basis für die weitere Arbeit am Masterplan. Er zeigt, dass die Stadt eine gute Infrastruktur für alle Verkehrsmittel bietet. Aber auch, dass das bestehende System an seine Grenzen stößt. So sind zum Beispiel Ergänzungen für das Fahrradnetz sinnvoll. Aber der vorhandene Straßenraum ist endlich. Es können also nicht einfach zusätzlich Fahrrad- oder Busstraßen gebaut und Fußgängerflächen eingerichtet werden.

Es braucht neue Lösungen, um den Verkehr im Umweltverbund zu stärken und ihn im Vergleich zum Autoverkehr attraktiver zu machen. Dazu zählen neue Systeme wie Loop als nachfrageorientiertes Abrufangebot, Velorouten oder auch die neuen Qualitätsstandards für Fahrradstraßen.

Pendlerperspektiven: Gemeinsam mit dem Umland

Die Bedeutung des Umweltverbundes ist in Münster in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. Aber in der Summe der gefahrenen Kilometer liegt das Auto immer noch weit vorne, vor allem im täglichen Pendelverkehr. Um hier die Mobilitätswende zu schaffen, müssen Münster und die Nachbargemeinden zusammenarbeiten.

Denn ein wesentlicher Teil des Verkehrs in Münster sind Fahrten aus dem Umland in die Stadt und umgekehrt. Und die finden immer noch bevorzugt mit dem Auto statt. Die Erreichbarkeit der Innenstadt mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln ist also ein zentrales Anliegen der Verkehrsplanung in Münster.

Szenarien für Münster entwickeln

Die Bestandsanalyse ist die Grundlage für die nächsten Schritte: Ideenfabriken nutzen das Alttagswissen der Menschen in Münster. In Beiratssitzungen und Workshops bringen Expertinnen und Experten ihr Fachwissen ein.

Verschiedene Szenarien für das zukünftige Verkehrsgeschehen in Münster, zeigen mögliche Entwicklungspfade. Aktuell werden konkrete Maßnahmen diskutiert, um dann mit dem Masterplan ein zeitgemäßes Mobilitätssystem anzustreben.

Der zweite Zwischenbericht beschäftigt sich vor allem mit Prognoseszenarien zum Masterplan.

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